Archiv Sonderausstellungen 2013


»50 Jahre Dallas, Texas – John F. Kennedys letzte Reise«

1. November 2013 – 10. Juni 2014

 

Anlässlich des Todestags John F. Kennedys, der sich am 22. November 2013 das 50. Mal jährte, präsentierte das Museum THE KENNEDYS die Sonderausstellung »50 Jahre Dallas, Texas – John F. Kennedys letzte Reise«. Anhand von über hundert wertvollen Photographien, seltenen historischen Dokumenten sowie persönlichen Memorabilia, zeichnete die Ausstellung die letzten Stunden des Präsidenten nach und ermöglichte seltene Einblicke in die Untersuchungsergebnisse des Warren-Reports sowie die mediale Aufbereitung der weltweiten Trauer.

 

Kerzen erleuchteten am Abend des 22. November 1963 viele Fenster Berlins. Wenige Stunden zuvor war Präsident John F. Kennedy in Dallas, Texas einem Attentat zum Opfer gefallen. Die Berliner, die ihm vor nur fünf Monaten begeistert zugejubelt hatten, konnten nicht fassen, dass ihr Hoffnungsträger tot war. Um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen, stellten sie Kerzen in die Fenster – selbst in Ost-Berlin, wo die Stasi genau vermerkte, wer sich auf solche Weise verdächtig machte. Als die Studenten der Freien Universität von Kennedys Tod erfuhren, verließen sie spontan den Vorlesungssaal und zogen in einem Fackelzug, dem sich mehr und mehr Menschen anschlossen, durch die umliegenden Straßen.

 

John F. Kennedy war nach Texas gereist, um erste Vorbereitungen für die Präsidentschaftswahlen von 1964 zu treffen. Da er 1960 mit lediglich 112.827 Wählerstimmen über seinen republikanischen Gegner Richard Nixon gesiegt hatte, begann er schon früh in Staaten, die nur knapp zwischen Republikanern und Demokraten gespalten waren, Wahlkampf zu betreiben. Nach einigen Auftritten in Florida, flog er am 21. November 1963 nach Texas.

 

Texas war als einer der konservativsten Bundesstaaten bekannt. Dort lebten viele ultrareaktionäre Aktivisten wie H.L. Hunt und Edwin Walker, und es waren viele rechtsextreme Gruppen ansässig, die bekannteste von ihnen war die »John Birch Society«. Im Oktober war dem UN-Abgeordneten Adlai Stevenson bei einem Besuch in Dallas ins Gesicht gespuckt worden. Und eben dorthin machte sich Präsident John F. Kennedy nun auf. Im Anschluss an eine Ansprache bei morgendlichem Nieselregen in Fort Worth, flog John F. Kennedy nach Dallas. Dort hatte es bereits aufgehört zu regnen, weshalb er, die ihn begleitende Jackie, Gouverneur Connally und dessen Frau Nellie im offenen, statt wie geplant geschlossenen Auto in Richtung Innenstadt fuhren. Sie wurden dort überraschend freundlich von einer Vielzahl Schaulustiger am Straßenrand jubelnd begrüßt. Als sie auf die Dealey Plaza einbogen, fielen die verhängnisvollen Schüsse, die Kennedy in Brust und Kopf trafen. Im Krankenhaus gab ihm Pastor Oscar Huber inmitten der vergeblichen Wiederbelebungsversuche der Ärzte, die letzte Ölung, bevor Kennedy, eine halbe Stunde nach dem Attentat, für tot erklärt wurde.

 

Die Nachricht vom Tod John F. Kennedys verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Ganz Amerika befand sich schon bald in tiefster Trauer, denn auch aufgrund der großen medialen Präsenz der Kennedy-Familie, fühlten sich viele Amerikaner ihrem Präsidenten menschlich tief verbunden. Selbst in der Sowjetunion und in ihren Satellitenstaaten trauerten die Menschen nun um den amerikanischen Präsidenten. Die Presse stellte Kennedy im Nachhinein als Symbol für die bessere Seite Amerikas, jene, die Frieden und Freiheit befürwortete, dar. Seine Ermordung verstanden die kommunistischen Medien als rechtsextreme Verschwörung, die anti-kommunistische Stimmung schüren sollte.

 

Bis heute wissen Zeitzeugen, wo sie die Nachricht vom Kennedy-Attentat ereilte. Sein Tod leitete eine neue Ära in der amerikanischen Politik ein, denn die Unschuld der frühen 1960er war für immer verloren. 

© CAMERA WORK
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Sonderausstellung »Ich bin ein Berliner – Kennedys Deutschland-Besuch im Juni 1963«

16. Juni – 27. Oktober 2013

 

Von der Intention und den politischen Zielen der Reise über die Stationen Köln, Bonn, Hanau, Frankfurt, Wiesbaden und West-Berlin mit der berühmten »Ich bin ein Berliner«-Rede bis hin zu der historischen Bedeutsamkeit des Besuchs von John F. Kennedy zeichnet die Sonderausstellung jenes Ereignis nach, welches bis heute Zeitzeugen im kollektiven Gedächtnis verblieben ist und die transatlantischen Beziehungen nachhaltig geprägt hat.

 

Ganztägige Filmvorführung der berühmten Kennedy-Rede am Rathaus Schöneberg

Anhand von seltenem Filmmaterial werden die Einmaligkeit und Ausmaße des Berlin-Besuchs und der berühmten Rede John F. Kennedys am Rathaus Schöneberg ersichtlich, für Zeitzeugen wieder erlebbar und für junge Generationen begreifbar.

 

Sonderführungen zu Kennedys Deutschland-Besuch während der Festwoche (25.06.2013 – 30.06.2013)

täglich (außer montags), 17.00 Uhr

Die historische Bedeutsamkeit von Kennedys Berlin-Besuch, der Event-Charakter und die Geschichte des berühmten Satzes »Ich bin ein Berliner« sowie Kennedys Besuch in Deutschland werden in unterhaltsamen 45-minütigen Sonderführungen durch die Ausstellung mit Hilfe von historischen Photographien, multimedialen Inhalten und interessanten und seltenen Exponaten vermittelt.



»FAMILY LIFE«

 26. März – 9. Juni 2013

 

Feiertage – sie schenken Zeit, sich zu entspannen und wertvolle Augenblicke mit den Liebsten zu verbringen. Ab Ostern gibt das Museum THE KENNEDYS in der Sonderausstellung »Family Life« einen ungewohnten Einblick in das Privatleben der Familie Kennedy während der 1950er- und 1960er-Jahre.

 

Mit ihrer einzigartigen Auswahl an über 60 Photographien, seltenen Photostrecken aus Zeitschriften oder auch privaten Filmaufnahmen, bietet die Sonderausstellung »Family Life« nicht nur besondere Einblicke in das ereignisreiche Familienleben der Kennedys, sondern präsentiert zugleich auch Arbeiten von Meistern der Photographiegeschichte wie Henry Cartier-Bresson, Bob Davidoff, Mark Shaw, Orlando Suero oder auch Jacques Lowe. Jene seltenen Aufnahmen zeigen die Kennedy-Familie jenseits arrangierter Phototermine in privatem und ungezwungenem Rahmen.

 

Zu sehen ist die »First Family« beim Kirchenbesuch am Ostersonntag oder beim Auspacken von Geburtstagsgeschenken in engstem Kreise. Aber auch ganz alltägliche Momente werden beleuchtet: Die Kleinen füttern Enten und machen ihre ersten Reitversuche, während sich die Großen beim Malen oder Musizieren vergnügen.

 

Einen hohen Stellenwert genoss auch die sportliche Betätigung in der amerikanischen »Königsfamilie«. Mit Golf, Baseball und Tennis hörte das athletische Repertoire der Kennedys keinesfalls auf – so waren sie beispielsweise geradezu berühmt für ihre kämpferischen Footballspiele. Alle vier Söhne Joseph Kennedys waren Mitglieder des Harvard-Footballteams und spielten auch abseits der Sportplätze wann immer es möglich war gegeneinander. Dass aber auch Schwestern und Ehefrauen sich oftmals nicht scheuten, sich ebenfalls mit in das raue Getümmel zu stürzen, bezeugen seltene Photographien aus der Sammlung des Museums THE KENNEDYS.

 

Als eher beruhigende Erholungsmöglichkeit erbot sich zur Abwechslung auch der Strand des Kennedy-Anwesens in Hyannis Port, Massachusetts oder das Deck des Segelschiffs »Victura«, auf dem sich die gesamte Familie ausgiebig entspannen konnte. Die Kameras waren auch in diesen Momenten mit dabei und ermöglichen es dem Betrachter, noch mehr als ein halbes Jahrhundert später, den ungezwungenen und geselligen Runden still beizuwohnen.

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© Cecil Stoughton · White House Photographs · John F. Kennedy Presidential Library and Museum, Boston
© Cecil Stoughton · White House Photographs · John F. Kennedy Presidential Library and Museum, Boston

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»The Spirit of a Dress«

 16. Januar – 15. März 2013

 

Das Museum THE KENNEDYS freut sich, ab dem 16. Januar 2013, anlässlich der Fashion Week in Berlin, die Sonderausstellung »The Spirit of a Dress« zu präsentieren. Die in Zusammenarbeit mit dem finnischen Modelabel und Designunternehmen Marimekko kuratierte Ausstellung gibt anhand seltener Photographien und von Jackie Kennedy getragener Kleider Einblick in die Liebe Jackie Kennedys für die klaren Formen und extravaganten Druckmuster von Marimekko.

 

Den Fokus auf Jackie Kennedy und ihren Stil legend, nimmt die Ausstellung die Besucherinnen und Besucher auf eine Zeitreise in das bewegende Jahr 1960 – ein Jahr, in dem Chubby Checkers »The Twist« die Welt erobert und die Entwicklung der Mode beeinflusst, verspielte florale Elemente in Kontrast zu Kleidern mit geometrischen Mustern in Erscheinung treten und John F. Kennedy zum 35. Präsidenten der USA gewählt wird.

 

Während des Wahlkampfes avancierte seine Ehefrau Jackie in mehreren Aspekten zum geheimen Star. Sie entwickelt sich zu einer Stilikone mit besonderem Sinn für puristische Eleganz, gepaart mit jugendlichem Charme.

 

Für den Wahlkampf 1960 entschied sich Jackie Kennedy für adäquate und bequeme Kleidung, die gleichwohl edel war, sie jedoch nicht von den amerikanischen Frauen ihrer Zeit absonderte. Neben namhaften französischen Modelabels vertraute Jackie während des Wahlkampfes auch Marimekko, einem Unternehmen für Textil- und Bekleidungsdesign, welches für seine Farben, unkonventionellen Muster und klaren, architektonischen Schnitte bekannt ist.

 

Die Ausstellung reflektiert das stilsichere Erscheinungsbild Jackie Kennedys im US-Präsidentschaftswahlkampf 1960 und zeigt, wie Marimekko nicht nur ihre Gesamterscheinung und Persönlichkeit zur Geltung brachte, sondern auch den Zeitgeist widerspiegelte. Wie sonst niemandem auf dem politischen Parkett zuvor, gelang es ihr, die Menschen überall auf der Welt mit ihrem Gespür für Stil und Mode zu beeinflussen.

 

Neben der Originalausgabe der »Sports Illustrated«, auf deren Titelseite Jackie in einem Kleid von Marimekko zu sehen ist, wodurch das Mode- und Designstudio über Nacht Berühmtheit erlangte, präsentiert die Ausstellung auch zahlreiche Photographien aus den 1960ern sowie wertvolle Originalkleider von Marimekko, die Jackie Kennedy trug. Des Weiteren zeigt die Ausstellung Stoffmuster aus der Zeit, welche die Unvergänglichkeit der zeitlosen Modekreationen von Marimekko verdeutlichen.

 

Über Marimekko

Vor rund 60 Jahren revolutionierte das Mode- und Designstudio Marimekko die Textilindustrie mit seinen kühnen Farben, unkonventionellen Mustern und raffinierten architektonischen Schnitten. Heute geht sein erfinderischer, dabei zeitloser Dialog zwischen Farben, Mustern und Formen in unverwechselbare Mode über, der die Kunst des Druckmusters weltweit feiert.